Herzlich Willkommen

Ich, Stefan Hackenberg-Lintz, bin Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut, Supervisor und Dozent mit einer Spezialisierung auf komplexe Störungsbilder und Beziehungsstrukturen. Seit Oktober 2019 bin ich in eigener Praxis in Bamberg niedergelassen.


Mein therapeutisches Vorgehen verstehe ich als einen integrativen Ansatz, in welchem sich klassische verhaltenstherapeutische Methoden mit modernen Verfahren, wie Schematherapie, Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT) und EMDR, ergänzen.


Ich freue mich darauf, Sie in all Ihrer Einzigartigkeit kennen zu lernen und mit Ihnen neue Wege zu beschreiten.


Mittlerweile hat sich das Team vergrößert:


Dana Reithel  ist seit Mai 2024 als approbierte psychologische Psychotherapeutin und Sicherstellungsassistenz mit an Bord.


Janika Lintz ist als eigenständige psychologische Psychotherapeutin ebenfalls in der Praxis aktiv.

Aktuelles


ABWESENHEIT/URLAUB

Aktuell sind alle Psychotherapeut*innen in der Praxis, trotz rauer See (siehe unten).

In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an Ihre behandelnden Ärzt*Innen oder eine entsprechende Fachklinik.

Alternativ können sie auch den auf psychiatrische Krisen spezialisierten "Krisendienst Oberfranken" kontaktieren. Sie erreichen diesen kostenlos, täglich von 0 – 24 Uhr unter 0800 / 655 3000.

Auch die Telefonseelsorge bietet eine erste Anlaufstelle für Krisen. Diese ist ebenfalls kostenlos und täglich von 0 – 24 Uhr unter 0800 / 111 0 111, 0800 / 111 0 222 oder 116 123 erreichbar ist.



Liebe Patient*innen und Patienten,


gerade sind wir gesundheitspolitisch auf rauer See unterwegs. Schon heute warten Patient*innen vielerorts viel zu lange auf einen Therapieplatz. Menschen, die ambulant gut behandelbar wären, rutschen dadurch in Krisen, Arbeitsunfähigkeit oder stationäre Behandlungsbedürftigkeit.


Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat eine Honorarkürzung von 4,5 % für ambulant tätige Psychotherapeut:innen beschlossen, die ab dem 1. April gilt. Darüber hinaus ist geplant ab 2027 eine Bugetierung einzuführen.

Wenn die geplanten Kürzungen und die Rückführung psychotherapeutischer Leistungen in die Budgetierung zum 01.01.2027 kommen, wird diese Versorgungslücke dramatisch größer. Für meine Praxis bedeutet das konkret: Statt bisher rund 32 Therapieplätzen für gesetzlich Versicherte könnten ab 2027 nur noch etwa 12 bis 18 Plätze angeboten werden. Bundesweit werden geschätzt 200000 Behandlungsplätze wegfallen.


Das ist kein abstrakter Verwaltungsakt. Das ist der Abbau ambulanter Versorgung.


Die Folgen sind absehbar:

Patient*innen warten noch länger. Erkrankungen chronifizieren. Krisen, Chronifizierung, Schul-/Arbeitsausfälle, Ausbildungs- und Studienabbrüche, Verwahrlosung, Klinikaufnahmen, Jugendhilfe- und Eingliederungshilfebedarf nehmen zu. Kliniken geraten weiter unter Druck. Stationäre Aufnahmen nehmen zu.

Und am Ende zahlen sogar die Krankenkassen mehr, obwohl sie kurzfristig sparen wollten. Denn ambulante Psychotherapie ist kein Kostentreiber. Sie ist eine der wirksamsten und wirtschaftlich sinnvollsten Versorgungsformen im Gesundheitssystem. Krankenkassendaten zeigen: Jeder in Psychotherapie investierte Euro kann je nach Patient*innengruppe etwa zwei bis vier Euro an Folgekosten einsparen, , wie eine groß angelegte Studie im Auftrag der Techniker Krankenkasse gezeigt hat. Wer hier kürzt, spart also nicht. Er verschiebt Kosten in teurere Systeme: Kliniken, Krankengeld, Arbeitsausfälle, Chronifizierung und Erwerbsminderung.


Das ist eine Lose-lose-Situation:

- Für Patient*innen, weil Hilfe später kommt.

- Für Kliniken, weil der Aufnahmedruck steigt.

- Für Praxen, weil viele wirtschaftlich an die Wand gedrückt werden.

- Und für die Kassen, weil aus kurzfristiger Einsparung langfristig Mehrkosten werden.

- Für Kommunen, weil Mechanismen wie der sozialpschiatrische Dienst überlastet werden.

- Für den Staat, weil Steuereinnahmen sinken.


Verantwortlich sind der GKV-Spitzenverband, der die Kürzungen offensiv gefordert hat, der Erweiterte Bewertungsausschuss, der sie beschlossen hat, und die gesundheitspolitische Verantwortungsebene im Bundesgesundheitsministerium unter Nina Warken, sofern diese Entwicklung nicht gestoppt wird. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen verbreitet und vertritt dabei sogar bewusst Falschannahmen. Der Psychotherapieverbund sowie die Organisation Psychowatchdog fassen das in einem Artikel und einem offenen Brief zusammen.


Ambulante Psychotherapie muss extrabudgetär bleiben. Eine Rückführung in die Budgetierung wäre ein massiver Rückschritt hinter den Grundsatz: ambulant vor stationär.


In diesem Sinne kann ich leider keine gesetzlich Versicherten Pat. langfristig mehr aufnehmen und werde evtl. laufende Therapien beenden müssen. Auch der Ausbau des Gruppenangebots wird damit auf Eis gelegt, evtl. sogar ganz beendet. Bitte tragen sie ihren Unmut an ihre Versicherung und ihre Abgeordneten.


Falls Sie etwas unternehmen möchten, um die ambulante Versorgung zu schützen: Schreiben Sie Ihrer Krankenkasse, ihren politischen Vertreter:innen und machen Sie andere Menschen auf die aktuelle Entwicklung aufmerksam.


Es gibt aktuell zwei Petitionen, deren Zeichnung ich empfehle:


 Monatelange Wartezeiten – und jetzt werden psychotherapeutische Leistungen gekürzt?


Petition an den Deutschen Bundestag zur „Sicherstellung der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung durch angemessene Vergütung“ (Link)
 
Die Mitzeichnungsfrist läuft noch bis zum 09.06.2026.


Darüber hinaus den offenen Brief der auch digital unterzeichnet werden kann.


Vielen Dank! Stefan Hackenberg-Lintz



Unsere Angebote & Leistungen

 Einzeltherapie

Gruppentherapie

Paartherapie